Redaktion: Herr Grüner-Königshofen, können Sie bitte kurz Ihre Aufgaben als Teamleiter Facility Management Service beschreiben?”
Gründer-Köningshofen: “Mein Aufgabenbereich betrifft vor allem die Verwaltung unserer Bestandsimmobilien. Ich komme ursprünglich aus der Bürovermietung und genau das ist auch eine unserer Aufgaben. Aber wir sind hier in Knapsack praktisch in unserem eigenen „Ökosystem Chemiepark“. Dort gibt es Herausforderungen, die ich so vorher noch nicht kannte, wie zum Beispiel das Feierabendhaus – ein denkmalgeschütztes Gebäude. Letztendlich geht es hier komplett um die Bewirtschaftung, angefangen von der Reinigung bis hin zum Schließmittel. Wenn die Türen irgendwie nicht funktionieren, wenn Mitarbeiter*innen Zutrittskarten brauchen bis zum Aufhängen von Bildschirmen. Dazu zählen dann auch Reparaturen, Sanierung oder Modernisierung wie ein neuer Teppich oder ein neuer Anstrich, aber auch die technische Gebäudeausstattung wie die Klimaanlage oder das Licht, das jetzt auch smarter wird, indem man die Technik mit Sensoren ausstattet.”
Redaktion: Man könnte den Bereich Facility Management im CPK also unterteilen in kaufmännische und technische Themen?”
Gründer-Köningshofen:“Genau – technische Themen betreffen eher die Gebäudestruktur wie Elektrik, Heizung oder Klima. Und kaufmännische Themen fallen eher in den „Service“ rein, also Reinigung, Mieten, Mietverträge abschließen und die Indexierung durchführen – aber auch die Bewirtschaftung von Leerstands-Flächen. Eine große Herausforderung ist dabei Transparenz zu schaffen, weil hier auch viele gewachsene Strukturen bestehen. Das fängt dann an mit dem eigenen Fuhrpark, bei dem es schwer ist zu überblicken, welche Autos wo stehen und für welchen Zweck. Das geht weiter mit unseren Büros – meine Mitarbeitenden sitzen überall verteilt im Werk, wie beispielsweise im Feierabendhaus oder auch in den Wasch- und Badehäusern. Dazu kommt noch eine Art Hausmeisterservice, Schließdienst und Umzugsmanagement. Hier herrscht zum Beispiel auch eine ganz andere handwerklich geprägte Hands-on-Mentalität, während mein Job eher eine Schreibtischtätigkeit ist.”
Redaktion: Das heißt, Sie sind dann als Teamleiter so eine Art rechte Hand des Segmentleiters Facility Management und sorgen dafür, dass im Team ein Rädchen ins Andere greift?
Gründer-Köningshofen: “So könnte man das sagen. Das Segment umfasst einmal salopp gesprochen den Teil „Bau“, wo es dann wirklich um Themen geht wie die Werkskanäle, wie das Straßennetz oder unsere eigenen Gebäude, die wir selbst bewirtschaften. Also nicht die Anlagen, sondern nur die herkömmlichen Gebäude wie unser Verwaltungsgebäude 0150 – sprich die eigenen Immobilien der YNCORIS, die hier am Standort sind. Und dann eben auch den Bereich Facility Management Services, wo letztendlich vor allem die Bewirtschaftung im Fokus steht mit Themen wie Energiemanagement, Abrechnung von Strom- und Heizkosten, die Grünpflege, Schädlingsbekämpfung bis hin zu Winterdienst und Reinigung.”
Redaktion: Diese Komplexität hat den Start sicherlich erschwert.
Gründer-Köningshofen: “Das stimmt – gerade am Anfang ging es deshalb darum, die Kollegen und Kolleginnen kennenzulernen, zu verstehen und zu überblicken, wer eigentlich was macht. Ich habe hier den Vorteil, in ein funktionierendes System zu kommen. Mit Sicherheit gibt es immer Verbesserungspotenzial, weil man punktuell vielleicht noch alte Standards verwendet, die sich irgendwann aufgrund von Umstrukturierungen so ergeben haben. Aber ich muss keine Organisation neu aufbauen und habe ein starkes Team. Das ist schon ein großer Vorteil.”
Stephan Grüner-Königshofen wurde in Münster geboren und ist aufgewachsen in St. Augustin bei Bonn. Nach Abitur und Wehrdienst absolvierte er eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann und anschließend ein BWL-Studium in Regensburg mit dem Schwerpunkt Immobilienwirtschaft. Parallel zu seinen ersten beruflichen Erfahrungen als Berater beim Düsseldorfer Maklerhaus Aengevelt Immobilien legte Grüner-Königshofen noch den Master im Bereich Digitales Management (International Management und Entrepreneurship) mit Schwerpunkt digitale Transformation nach. Nach seiner Zeit als Projektmanager beim dänischen Konzern ISS in Düsseldorf und Köln, wechselte der 40-Jährige Anfang 2025 zu YNCORIS.
