Stärken entdecken, Wege finden
„komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft" ist kein gewöhnliches Bildungsprojekt. Es ist ein Parcours, bei dem Jugendliche ihre praktischen Fähigkeiten entdecken, Rückmeldungen erhalten und erste Schritte in Richtung Berufsorientierung unternehmen. Damit solche Formate möglich werden, braucht es Partner, die sie mittragen – aus Überzeugung und natürlich auch finanziell. Denn Nachwuchsförderung beginnt oft genau dort, wo junge Menschen neue Wege entdecken und echte Chancen für sich sehen.
Vom 23. Februar bis 5. März 2026 hatten rund 1.500 Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen aus dem Rhein-Erft-Kreis im Feierabendhaus Knapsack genau diese Chance. An vier Stationen konnten sie sich ausprobieren und ihre Talente sichtbar machen. Es geht nicht um Tests oder Noten, sondern darum, herauszufinden: Was kann ich? Was macht mir Spaß? Wo liegen meine Stärken? Im Anschluss ordnen die Jugendlichen ihre Erfahrungen an den „Stärken-Schränken" verschiedenen Berufsfeldern zu – und knüpfen erste Kontakte zu regionalen Praktikums- und Ausbildungsstellen.
Einfach mal „machen"
Die Jugendlichen arbeiten in kleinen Gruppen, probieren Dinge aus, fragen nach und stimmen sich ab. Nicht alles klappt auf Anhieb – dann sind Lösungen gefragt, Entscheidungen und ein klarer Kopf. Mitten im Parcours entstehen genau solche Situationen: Mehrere Aufgaben laufen parallel, Abläufe müssen spontan angepasst werden. Einige übernehmen die Koordination, andere steigen direkt in die Umsetzung ein oder verschaffen sich zunächst einen Überblick. Richtig oder Falsch spielt keine Rolle. Und das macht den Unterschied.
Feedback auf Augenhöhe
Die Gruppen werden von Auszubildenden verschiedener Unternehmen begleitet – deren eigene Schulzeit liegt oft noch nicht lange zurück. Sie beobachten, geben Rückmeldung und stellen zielgerichtete Fragen: Wer übernimmt Verantwortung? Wer hilft anderen? Wer bleibt dran? Für gezeigte Fähigkeiten gibt es Sticker – ein einfaches System, das schnell zeigt, wo die eigenen Stärken liegen. So entsteht ein Austausch auf Augenhöhe – direkt, ehrlich und ohne Druck.
„Wir möchten, dass die Jugendlichen durch ‚komm auf Tour' auch im Alltag mehr Selbstvertrauen entwickeln. Wenn sie merken: ‚Ich habe handwerkliche Stärken', fällt es leichter, Dinge wie Fahrradreparaturen oder Möbelaufbau anzupacken – und vielleicht öffnet sich daraus sogar die Tür zu einer technischen Ausbildung", erklärt Dirk Borkenhagen, Ausbildungsleiter YNCORIS.
„Unsere Jugendlichen stehen am Anfang eines wichtigen Lebensabschnitts. Mit ‘komm auf Tour’ geben wir ihnen die Chance, ihre eigenen Stärken zu entdecken und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Uns ist es ein zentrales Anliegen, junge Menschen auf diesem Weg zu begleiten und gemeinsam mit unseren Partnern Zukunftschancen hier in der Region aufzuzeigen.“
Landrat Frank Rock, Schirmherr des Projektes
