Seit 2015 gibt es einen „Herr der Wäsche“: Das ist Helmut Habbig, aus der Betriebsbetreuung von YNCORIS. Im Gebäude 2723 im Werksteil Hürth, kümmert er sich mit Rat und Tat um alle Belange rund um die Bereitstellung von einsatzgerechter Arbeitskleidung.

Einkleidung bezeichnet im religiösen Kontext die feierliche Zeremonie, bei der jemand das Ordensgewand erhält und in eine Klostergemeinschaft aufgenommen wird – eine Entscheidung fürs Leben. Einkleidung bedeutet im Gebäude 2723, dass ein Neuankömmling vor dem Regal steht und Habbig die passende Arbeitskleidung aushändigt. Je nach Einsatz z. B. im Handwerk, Facility Management, in Betriebsgastronomie oder bei der Bahn. Nun ist dies keine feierliche Zeremonie, doch Habbig weiß, dass dies ein besonderer Moment für die Mitarbeiter*innen ist und nimmt sich Zeit für sie. Fällt jemand mit seinen Körpermaßen aus der Kleidungsnorm S-M-L-XL-XXL, so wird ein Termin vereinbart und die Person von dem Wäschedienstleister handvermessen, um ein maßgeschneidertes Outfit zu erhalten. Denn schließlich soll die Kleidung funktional und bequem sein. 

Keine Angst vor Verlusten!
Wie oft Mitarbeiter*innen ihre Kleidung wechseln und waschen lassen möchten, obliegt ihrer Einschätzung. „Operative Mitarbeiter*innen wechseln je nach Einsatz zwei- bis dreimal wöchentlich“, berichtet Habbig. Mit Reservekleidung umfasst der Fundus 18.200 Kleidungstücke, im aktuellen Umlauf befinden sich ca. 12.500 Kleidungsstücke. Auch für die Reparaturabwicklung ist Habbig zuständig: Knöpfe abgerissen, Reißverschluss kaputt, Hemd gerissen? – Kein Problem, er regelt das. „Wenn Kleidungsstücke verloren gehen – wir reißen niemandem den Kopf ab. Wir sind dann froh über die Meldung, weil wir so die Stücke aus dem System nehmen können und die/der Mitarbeiter*in bekommt neue zugewiesen.“ Ansonsten kreisen diese ungemeldeten Verluste als Karteileichen im System und verursachen Kosten und den Mitarbeiter*innen fehlt Kleidung, um so oft zu wechseln, wie es ihren Bedürfnissen entspricht. Jedes Kleidungsstück ist digital erfasst und hat eine Kennung via Barcode oder QR-Code einschließlich Schranknummer und Fachnummer mit deren Hilfe Habbig die gewaschene Wäsche in die Frischwäschefächer der Mitarbeiter*innen einsortiert. Habbig und Andreas Block, Mitarbeiter Anlagenservice und -technik, haben den Weg der Wäsche bei dem externen Dienstleister in Augenschein genommen. Imposant seien die 12 Meter langen Wäschetrommeln.

Hier geht nichts verloren
„Die bis ins Kleinste durchdachte Logistik bei unserem Wäschedienstleister hat uns überrascht“, berichtet Achim Fuß, Teamleiter Betriebsbetreuung: „Jedes Kleidungsstück ist digitalisiert und alle Besitzer*innen, sprich die Mitarbeiter*innen von YNCORIS haben einen digital gekennzeichneten Bügel, der rastlos auf den abgehängten Schienen weiterkreist, bis er alle Reinigungsstationen durchlaufen hat. Den Wäscheservice könnten wir auch für andere Standortunternehmen anbieten und leisten.“ Einkleidung – manchmal auch in Knapsack eine Entscheidung fürs (Arbeits)Leben. Viele Mitarbeiter*innen bleiben dem Standort bis zur Rente treu.